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Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?
Römer 8,31 - Monatsspruch März 2015

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In unserem Leben, unserem Alltag, gibt es immer Jemanden, der größer ist als wir. Als Kind zu Hause die Eltern, im Kindergarten die Erzieherin, in der Schule der Lehrer, in der Uni der Professor und auf der Arbeit der Chef. Unsere Gesellschaft funktioniert gleichfalls so, dass nicht alle über alles entscheiden, sondern wichtige ...

Entscheidungen durch unsere Regierung und das Parlament getroffen werden. Auch in unserer Gemeinde sind wir nicht alle auf der gleichen Ebene organisiert, sondern wir haben unsere Gemeindeleitung, der wir zutrauen, wichtige Entscheidungen zu treffen oder doch zumindest so vorzubereiten, dass die Gemeinde ein Ja zu den Vorschlägen finden kann. Unser Leben, auch unser geistliches Leben, ist somit im Wesentlichen hierarchisch organisiert. Es gibt praktisch auf allen Ebenen noch größere, wichtigere Entscheidungsträger, an die wir quasi „angekoppelt" sind, und auf deren Arbeit und Wort wir uns verlassen müssen. Der Monatsspruch für den Monat März sagt uns in diesem Zusammenhang, dass wir als Christen noch einen ganz anderen Vorzug haben. Und hier geht es nicht um den Chef in der Firma oder den Abgeordneten in unserem Wahlkreis, auch nicht um liebe Menschen in unserer Gemeindeleitung, sondern um Gott selber. Die frohmachende Aussage in diesem kurzen Vers aus dem Römerbrief besteht darin, dass wir Gott als die größte und wichtigste Instanz an unserer Seite haben. Und wenn das so ist - wer kann dann noch wider uns sein; wer kann uns dann eigentlich noch scheiden und uns trennen von der Liebe Gottes!?
Gott selber ist für uns - das hat ER durch seinen Sohn Jesus Christus in unvergleichlicher und unwiederholbarer Weise deutlich gemacht. Gott ist so sehr für uns, dass ER auch vor dem Letzten, dem Opfer seines einzigen Sohnes für unsere Sünde und Verlorenheit vor IHM nicht Halt gemacht hat. Das ist die großartige Ausgangsposition für uns.
Wenn wir mutlos werden, weil wir mit Krankheiten zu kämpfen haben; wenn wir traurig sind, weil uns Jemand genommen wurde, den wir geliebt haben; wenn wir einsam sind, weil wir niemanden haben, dem wir unser Herz ausschütten können; wenn wir zweifeln, weil das Wort Gottes kaum noch unser Herz erreicht - dann gilt über allem dies: Gott ist für uns - und ER steht an unserer Seite - egal was kommt. Auch wenn wir uns als Christen auf einmal dem „Rat der Spötter" (Psalm 1,1) gegenüber sehen und unser Glaube von anderen Menschen lächerlich gemacht wird, gilt: Gott ist für uns, und wir brauchen uns nicht zu schämen.
Der Apostel Paulus konnte das damals so schreiben, obwohl er für seinen Auftrag viel zu leiden hatte. Er wurde mehrmals ins Gefängnis geworfen, er wurde verfolgt und geschlagen, und er wurde sogar einmal gesteinigt - sodass seine Widersacher und Ankläger schon dachten, er sei gestorben. Doch das war nie das letzte Wort, sondern Gott bestätigte ihn immer wieder in seinem Apostelamt für die Heiden und führte ihn trotz aller Angriffe von außen - weiter.
Der Monatsspruch für den Monat März: „Wenn Gott für uns ist, wer kann wider uns sein?" ist eine Frage, und die Antwort lautet: Niemand!
Ich wünsche Ihnen und mir, dass uns diese Gewissheit auch im neuen Monat trägt.

Friedhelm Nitsch