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Die Steppe soll sich freuen, das dürre Land glücklich sein, die Wüste jubeln und blühen!
Jesaja 53,1 - Monatsspruch Dezember 2014

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und weiter Heist es im Text:

2 Mit Blumen soll sie sich bedecken, jauchzen und vor Freude schreien! Herrlich wie der Libanon soll sie werden, prächtig wie der Berg Karmel und wie die Ebene Scharon. Dann sieht das Volk die Herrlichkeit des Herrn, die Pracht und Hoheit unseres Gottes. 3 Macht die erschlafften Hände wieder stark, die zitternden Knie ...

wieder fest! 4 Ruft den verzagten Herzen zu: »Fasst wieder Mut! Habt keine Angst! Dort kommt euer Gott! Er selber kommt, er will euch befreien; er übt Vergeltung an euren Feinden.« 5 Dann können die Blinden wieder sehen und die Tauben wieder hören. 6 Dann springt der Gelähmte wie ein Hirsch und der Stumme jubelt vor Freude. In der Wüste brechen Quellen auf und Bäche ergießen sich durch die Steppe.

7 Der glühende Sand verwandelt sich zum Teich und im dürren Land sprudeln Wasserquellen. Wo jetzt Schakale ihr Lager haben, werden dann Schilf und Riedgras wachsen. 8 Eine feste Straße wird dort sein, den ›heiligen Weg‹ wird man sie nennen. Wer unrein ist, darf sie nicht betreten, nur für das Volk des Herrn ist sie bestimmt. Selbst Unkundige finden den Weg, sie werden dort nicht irregehen. 9 Auf dieser Straße gibt es keine Löwen, kein Raubtier ist auf ihr zu finden; nur die geretteten Menschen gehen dort. 10 Sie, die der Herr befreit hat, kehren heim; voll Jubel kommen sie zum Zionsberg. Aus ihren Augen strahlt grenzenloses Glück. Freude und Wonne bleiben bei ihnen, Sorgen und Seufzen sind für immer vorbei.

Ein wahrlich Mutmachender Text, so wie er da steht. Wenn man sich jedoch mit der Vorgeschichte zu dieser Verheißung des Propheten Jasaja beschäftigt kommen Zweifel auf. Ob dies alles überhaupt jemals Wirklichkeit werden könnte?

Das damalige Volk Israel, für die dieses Versprechen ursprünglich gedacht war, befand sich in aussichtsloser Situation. Bereits in der 3. Generation waren Sie gefangene eines anderen Staates, weit weg von zu Hause. Sie wurden versklavt, gefoltert sogar getötet, wegen Ihres Jüdischen Glaubens. Da müssen sich Jesajas Worte von „Freiheit“, „Jubel“ und „grenzenlosem Glück“ wie Hohn und Spott angehört haben. „Wer´s glaubt, wird selig“, werden wohl einige gedacht haben.

Ich weiß nicht, wie ich in dieser Situation denken oder handeln würde, ich weiß nur, dass ich schon bei viel weniger Unwägbarkeiten meines Lebens in´s Zweifeln komme.

Die vor uns liegende Adventszeit lässt, trotz aller Hektik, des Geschenke Besorgens, des Familie Besuchens, der Weihnachtsfeiern, des Plätzchen Backens, ...., viele von uns innehalten, manches, aus dem vergangenen Jahr, Revue passieren. Vielleicht haben wir einen Lieben Menschen verloren, vielleicht wurde neues Leben geboren. Eventuell hat sich unsere Lebenssituation geändert, oder eben gerade nicht und wir sind unzufrieden. Dies alles können Gründe für Verzweiflung sein. Zugegeben, die Gründe für unsere Verzweiflung sind vermutlich nicht mit denen der damaligen Israeliten zu vergleichen aber dennoch brauchen auch wir aufmunternde Worte oder? Da kommen mir wieder die Worte des Propheten Jesaja in den Sinn: „Die Steppe soll sich freuen, das dürre Land glücklich sein, die Wüste jubeln und blühen!“ und dann bekommt das Gedachte „Wer´s glaubt, wird selig“ mit einmal eine ganz andere Bedeutung. Lassen wir uns nicht durch die Situationen unseres Lebens entmutigen, halten wir Kontakt zu dem, der uns durch Höhen und Tiefen hindurch tragen wird. In Psalm 66,5 lesen wir: Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern.

Denken wir daran: „Wer´s glaubt, wird selig“!

Christian Lummert